

Quelle Text: Krafft Hsg. Geschichte der Mikroskopie
Quelle Bild: Ciba-Geigy-Kalender
geb. 23. 01. 1840 in Eisenach
verst. 14. 01. 1905 in Jena
Physiker
1846-61 | Schulbesuch in Eisenach |
1863 | Habilitation für Mathematik, Physik und Astronomie in Jena |
1864-77 | Vorlesungen über verschiedene Gebiete der Mathematik und Physik |
1866-75 | Beginn der Tätigkeit im Carl Zeiss-Werk in Jena, ab 1875 als stiller Teilhaber |
1870 | Ernennung zum a. o. Professor in Jena |
1875 | Konstruktion des Abbe’schen Kondensors |
1878 | Ablehnung einer Berufung zum o. Prof. nach Berlin |
1881-85 | Gründung der Glasschmelze von August Schott mit Abbe und Schott als Teilhaber |
1886 | Herstellung von 10-linsigen Apochromaten |
1888 | Tod von Carl Zeiss |
1889 | Ausscheiden von R. Zeiss aus dem Carl Zeiss-Werk |
1890 | Ernst Abbe übergibt seine Besitzanteile an die neu errichtete Carl Zeiss-Stiftung |
Arbeitsgebiete
Abbe schuf die theoretischen Grundlagen für praktische Umsetzungen der Optik und lieferte Carl Zeiss die wissenschaftliche Unterstützung bei der Herstellung optischer Instrumente. Er stellte fest und begründete, dass das Auflösungsvermögen eines Mikroskopes nicht nur von der Wellenlänge des Lichtes, sondern auch von der numerischen Apertur bestimmt wird.
Von Abbe stammt die Einführung des Begriffes „Dioptrie“ für die Kennzeichnung von Augenfehlern. Eine besondere Leistung von Abbe liegt in der technischen Umwandlung der Erkenntnis, dass die optimale Herstellung von Linsen abhängig ist von der chemischen Zusammensetzung des Glases.
Entwicklung von Linsen für Präzisionsmikroskope auf der Basis einer exakten wissenschaftlichen Berechnung.
Literatur
Gesammelte Abhandlungen, 5 Bände, G. Fischer, Jena 1904-40
Rohr, M. v.: Ernst Abbe, G. Fischer, Jena 1940
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